ONLINE „Pandemie! – Klient*innen bei den Auswirkungen und Folgen begleiten“

„Wie begleiten wir unserer Klienten bei der Bewältigung einer Krise, in der wir uns selbst befinden?“

Seit Jahren beschäftigen uns die Krisen von Menschen, die unsere Unterstützung suchen. Wir konnten lernen, sie zu stabilisieren und die Krisen für ihre Entwicklung nutzen. Doch nun haben wir es mit einer Krise zu tun, die nicht nur unsere Klient*innen, sondern auch uns, die ganze Gesellschaft, die ganze Welt direkt betrifft. Die eigene unmittelbare Betroffenheit erfordert neue Strategien die bisheriges ergänzt. Eine weitere Welle haben wir erlebt, und Experten sind sich einig: die Folgen für die Menschen insbesondere für die Kinder und Jugendliche werden uns noch Jahre beschäftigen. Es ist, aus unserer Sicht, dringend erforderlich die gemachten Erfahrungen auf der Grundlage vorhandener Theorien zu reflektieren. Um neue Strategien zu entwickeln, die uns unterstützen anstehend Herausforderungen zu bewältigen.

In diesem Workshop möchten wir Ihnen die Möglichkeit geben, gemachte Erfahrungen mit kleinen und großen Krisen, und vor allem im Rahmen der derzeitigen Krise im beruflichen Rahmen zu reflektieren, Hilfreiches zu stärken und neue Strategien zu entwickeln oder anzupassen. Wir stellen Ihnen (system-)theoretische und psychologische Modelle zur Krisenverarbeitung und Krisenbegleitung zur Verfügung u.a. welche Phasen man in einer Krise durchläuft, wie sich psychische Belastung bemerkbar machen und was Folgen von langzeit-Krisen sind. Ihre Erfahrungen werden entsprechend eingeordnet und vor allem bezüglich des Umgangs mit Krisen berücksichtigt.

In Kleingruppen leiten wir dazu an von den Erfahrungen der anderen zu profitieren, um gemeinsam vorhandene Strategien weiterzuentwickeln und neue zu entdecken. Wir würde uns wünschen, dass diese Tage dazu beitragen, dass sie ihre Klienten bei den Auswirkungen und Folgen der Pandemie professionell unterstützen können.

Die Teilnehmer*innen der Fortbildung:

  • lernen (system-) theoretische Modelle von Krisen und dem Umgang mit ihnen kenne
  • erhalten den Rahmen die Auswirkungen und Folge für uns Fachkräfte und unsere Klienten zu reflektieren und einzuordnen
  • lernen Methoden kennen, die helfen sich und andere in Krisen zu stabilisieren
  • erhalten die Gelegenheit eigene hilfreiche Strategien zu stärken und neue zu entwickeln

Inhalte der Fortbildung sind insbesondere:

  • Theorie und Praxis eines systemischen Umgangs mit Krisen
  • hilfreiche systemische Methoden in Krisen
  • eigene Berufspraxis

Methodik:

Psychologisch-systemisch theoriegeleitete Inputs sowie zahlreiche Übungen bilden den abwechslungsreichen Rahmen der Weiterbildung. Im Plenum sowie in Kleingruppen werden wir an ihren Praxisbeispielen exemplarisch die kennengelernte Methodik anwenden. Ein kollegialer Austausch in wertschätzender Arbeitsatmosphäre rundet das Lernfeld ab. So ist ein Transfer zwischen Theorie und Praxis gewährleistet.

 

 

Termin: 11. Februar 2022
Uhrzeit: 09.00 Uhr – 17.00 Uhr
25 Teilnehmende
Referent*in:
Anne Löhr, Dipl.-Psychologin und systemische Therapeutin (DGSF), arbeitet als psychologische Beraterin und Dozentin in eigener Praxis in Berlin. Sie ist spezialisiert auf die Arbeit mit Menschen und Teams der Musik- und Kreativbranche. Entsprechend war der Umgang mit individuellen, teambezogenen aber auch gesellschaftspolitischen „Krisen“ wichtiger Schwerpunkt ihrer psychologischen Arbeit und Thema zahlreicher Vorträge der letzten Jahre. Im Rahmen Ihrer Veranstaltung zum Thema, entwickelte sie eine systemische Methode, die Menschen in Krisen unterstützen kann.

 

Claus Hild, Dipl.-Sozialpäd.,systemischer Therapeut und Supervisor (DGSF), Lehrender für systemische Beratung/ Therapie und Supervision (DGSF) arbeitet in eigener Praxis. Schon seit Jahren beschäftigt er sich mit Systemen in Krisen und kennt die Versuchung zu helfen sehr gut aus seiner langjährigen Erfahrung in der Jugendhilfe. In den letzten Jahren durfte er kleine und große System in ihrem Wandel begleiten.

 

Haben Sie Fragen, besondere Wünsche, Vorschläge, Empfehlungen?

Antje Martens
0228 38 27-191