Aufsichtspflicht und freiheitsentziehende Maßnahmen in Einrichtungen der Behindertenhilfe

Kombinationsfortbildung mit dem Themenschwerpunkt: „Behindertenhilfe“

Re ok – vielen Dank.Teil 1 (9.00 bis zur Mittagspause)

Betreuungs- und Aufsichtspflicht in der Arbeit mit Menschen mit geistiger Behinderung

In dieser Fort­bildung werden alle zentralen Themen der Aufsicht und Betreuung behinderter Menschen anhand praktischer Fallbeispiele erörtert.

Die Veranstaltung vermittelt die juristi­schen Grundkenntnisse der Aufsichts- und Betreuungspflicht über minderjährige und volljährige Menschen und behandelt die typischen Entscheidungssituationen im Kontext der ambulanten und stationären Behindertenhilfe.

Die Veranstaltung beruht auf einem interaktiv ausgerichteten Ansatz, indem zahlreiche Fallbeispiele für die im Rahmen der Aufsichtsführung relevanten Fallkonstellationen besprochen und einer gemeinsamen juristischen Würdigung unterzogen werden.

Themenschwerpunkte dieser Veranstaltung sind:

  • Rechtsgrundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der Aufsicht über behinderte Menschen
  • Grundzüge des Personensorge- und Betreuungsrechts / Grundzüge der Vormundschaft
  • Übertragung der Aufsichtsführung auf Dritte
  • Formen richtiger Betreuung und Aufsichtsführung in der Behindertenhilfe
  • Pflichten des Mitarbeiters als Aufsichtsperson
  • Richtiger Umgang mit Grenzsituationen
  • Grundlagen der Deliktsfähigkeit und Strafmündigkeit von behinderten Menschen
  • zivil- und strafrechtliche Haftungsrisiken- und Folgen

Lernergebnisse und Kompetenzen

  • Sie überblicken die Rechtsgrundlagen und rechtlichen Rahmenbedingungen der Betreuung und Aufsicht über behinderte Menschen.
  • Sie kennen die Grundzüge des Personensorge- und Betreuungsrechts.
  • Sie sind vertraut mit den Formen richtiger Aufsichtsführung und Betreuung in ambulanten, teilstationären und statio­nären Angeboten der Behindertenhilfe.
  • Sie kennen die Pflichten des Mitarbeiters als Aufsichts- und Betreuungsperson.
  • Sie sind in der Lage, fachliche Aspekte der Aufsicht und Betreuung im Spannungsfeld zwischen Pädagogik und Recht richtig einzuordnen.

 

Teil 2

„Freiheitsentziehende / Freiheitsbeschränkende Maßnahmen in der Behindertenhilfe – Pädagogik und Zwang?“

Im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung werden die zentralen Themen der im Rahmen pädagogischer Arbeit oftmals im Graubereich durchgeführter freiheitsentziehender und freiheitsbeschränkender Maßnahmen anhand praktischer Fallbeispiele erörtert. Die Veranstaltung vermittelt die entsprechenden juristischen Grundkenntnisse und behandelt die typischen Entscheidungssituationen im Kontext der Behindertenhilfe. Die Veranstaltung beruht auf einem interaktiv ausgerichteten Ansatz, indem zahlreiche Fallbeispiele für Eingriffe in den Grundrechtsbereich der persönlichen Freiheit relevanten Fallkonstellationen besprochen und einer gemeinsamen juristischen Würdigung unterzogen werden.

Themenschwerpunkte dieser Veranstaltung sind:

  • Grundzüge der UN-Kinderrechtskonvention / Grundzüge des Verfassungsrechts – Grundrecht der Freiheit der Person Art 2 II / 104 GG
  • Grundzüge des Familienrechts / Personensorge
  • Rahmenbedingungen der §§ 1906, 1631, 1631 b BGB
  • Voraussetzungen der freiheitsentziehenden Unterbringung
  • Abgrenzung Freiheitsentziehung / Freiheitsbeschränkung
  • Verfahrensrechte / Verfahrensgarantien
  • freiheitsentziehende Maßnahmen im Kontext der Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII / § 8 a SGB VIII
  • freiheitsentziehende / freiheitsbeschränkende Maßnahmen im Spannungsfeld zwischen Pädagogik und Recht
  • zivil- und strafrechtliche Haftungsrisiken- und folgen.

Fallbeispiele und Fragen aus Ihrem Arbeitsfeld sind ausdrücklich erwünscht.

 

Zielgruppe:
Mitarbeitende Kinderheim an der Alten Eiche
Mitarbeitende INTRA
Mitarbeitende der EJG Teams 172, 155, 133.
Interessierte Fachkolleg*innen

Termin:
24. September 2020
Zeit: 9 – 16.30 Uhr
Ort: AZK, Johannes Albers Allee 3, 53639 Königswinter
Teilnehmerzahl: 25
Referent: RA Christian Nitsche

Haben Sie Fragen, besondere Wünsche, Vorschläge, Empfehlungen?

Antje Martens
0228 38 27-191