Aufsichtspflicht und Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe

Kombinationsfortbildung für Kolleg*innen der stationären und teilstationären Bereiche

Themenkomplexe:

Teil 1 (von 9:00 bis zur Mittagspause)

„Aufsichtspflicht und Aufsichtspflichtverletzung in Einrichtungen der Jugendhilfe – ein Schreckgespenst in der sozialpädagogischen Praxis?“

Im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung werden alle zentralen Themen der Aufsichtspflicht über Kinder und Jugendliche anhand praktischer Fallbeispiele erörtert. Die Veranstaltung vermittelt die juristischen Grundkenntnisse der Aufsichtspflicht und behandelt die typischen Entscheidungssituationen im Kontext der Jugendhilfe. Die Veranstaltung beruht auf einem interaktiv ausgerichteten Ansatz, indem zahlreiche Fallbeispiele für die im Rahmen der Aufsichtsführung relevanten Fallkonstellationen besprochen und einer gemeinsamen juristischen Würdigung unterzogen werden.

Themenschwerpunkte dieser Veranstaltung sind:

    • Rechtsgrundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen der Aufsicht über Kinder und Jugendliche
    • Grundzüge des Personensorge- und Betreuungsrechts / Grundzüge der Vormundschaft
    • Übertragung der Aufsichtsführung auf Dritte
    • Formen richtiger Aufsichtsführung in teilstationären und stationären Angeboten der Kinder- und Jugendhilfe,
    • Pflichten des Mitarbeiters als Aufsichtsperson
    • Richtiger Umgang mit Grenzsituationen
    • Grundlagen der Deliktsfähigkeit und Strafmündigkeit von Kindern und Jugendlichen,
    • zivil- und strafrechtliche Haftungsrisiken- und folgen der Aufsichtspflichtverletzung.

Teil 2 (ab 13:30 bis 16:30)

„Freiheitsentziehende / Freiheitsbeschränkende Maßnahmen in der Jugendhilfe – Pädagogik und Zwang“

Im Rahmen dieser Fortbildungsveranstaltung werden die zentralen Themen der im Rahmen pädagogischer Arbeit oftmals im Graubereich durchgeführter freiheitsentziehender und freiheitsbeschränkender Maßnahmen anhand praktischer Fallbeispiele erörtert. Die Veranstaltung vermittelt die entsprechenden juristischen Grundkenntnisse und behandelt die typischen Entscheidungssituationen im Kontext der Jugendhilfe. Die Veranstaltung beruht auf einem interaktiv ausgerichteten Ansatz, indem zahlreiche Fallbeispiele für Eingriffe in den Grundrechtsbereich der persönlichen Freiheit relevanten Fallkonstellationen besprochen und einer gemeinsamen juristischen Würdigung unterzogen werden.

Themenschwerpunkte dieser Veranstaltung sind:

  • Grundzüge der UN-Kinderrechtskonvention / Grundzüge des Verfassungsrechts – Grundrecht der Freiheit der Person Art 2 II / 104 GG
  • Grundzüge des Familienrechts / Personensorge
  • Rahmenbedingungen der §§ 1906, 1631, 1631 b BGB
  • Voraussetzungen der freiheitsentziehenden Unterbringung
  • Abgrenzung Freiheitsentziehung / Freiheitsbeschränkung
  • Verfahrensrechte / Verfahrensgarantien
  • freiheitsentziehende Maßnahmen im Kontext der Inobhutnahme nach § 42 SGB VIII / § 8 a SGB VIII
  • freiheitsentziehende / freiheitsbeschränkende Maßnahmen im Spannungsfeld zwischen Pädagogik und Recht
  • zivil- und strafrechtliche Haftungsrisiken- und folgen.

 

Fallbeispiele und Fragen aus Ihrem Arbeitsfeld sind ausdrücklich erwünscht.

Termin: 25. September 2020
Zeit: 9 – 16.30 Uhr
Ort: Universitätsclub Bonn, Konviktstraße 9, 53113 Bonn
Referent: RA Christian Nitsche

Haben Sie Fragen, besondere Wünsche, Vorschläge, Empfehlungen?

Antje Martens
0228 38 27-191