Spendenübergabe für Filmprojekt der Jugendredaktion der Ev. Jugendhilfe Godesheim

Heinz-Dörks-Stiftung unterstützt das Filmprojekt „Lasst uns mit Euren Klischees in Ruhe“ mit 20.000 Euro – Übergabe im Beisein von NRW-Medienminister Nathanael Liminski

Bonn, 15. Juni 2026. Die Jugendredaktion der Ev. Jugendhilfe Godesheim erhält für ihr Filmprojekt „Lasst uns mit Euren Klischees in Ruhe“ eine Spende in Höhe von 20.000 Euro von der Heinz-Dörks-Stiftung anlässlich ihres 60-jährigen Bestehens. Die offizielle Übergabe fand am Montag, 15. Juni 2026, auf dem Campus der Ev. Jugendhilfe Godesheim in Bad Godesberg statt.

Im Beisein von Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei, überreichten der Vorstandsvorsitzender der Heinz-Dörks Stiftung, Dieter Liminski, Justus Keck als Mitglied des Vorstands sowie Sonja Schmitz aus der Geschäftsstellenleitung von der Heinz-Dörks-Stiftung den symbolischen Spendenscheck an die Kinder und Jugendlichen der Jugendredaktion. Ebenfalls anwesend war Stefanie Lenger, Geschäftsführung der Ev. Jugendhilfe Godesheim.

Mit dem Filmprojekt möchten die Kinder und Jugendlichen der Jugendredaktion aus ihrer eigenen Perspektive zeigen, wie das Leben in der Jugendhilfe wirklich ist. Zugleich wollen sie mit Vorurteilen und Klischees aufräumen, die ihnen im Alltag immer wieder begegnen. Der Film soll in den kommenden Monaten entstehen und vollständig aus Sicht der jungen Menschen erzählt werden.

Stefanie Lenger, Geschäftsführung der Ev. Jugendhilfe Godesheim:
„Dieses Projekt ist ein starkes Beispiel für Beteiligung, Selbstwirksamkeit und gelebte Partizipation. Die Kinder und Jugendlichen der Jugendredaktion setzen sich mit ihrer eigenen Lebensrealität auseinander und entscheiden selbst, wie sie diese nach außen sichtbar machen möchten. Wir freuen uns sehr, dass die Heinz-Dörks-Stiftung dieses besondere Vorhaben so großzügig unterstützt.“

Auch NRW-Medienminister Nathanael Liminski würdigte das Engagement der Jugendredaktion. Er hob hervor, wie wichtig es sei, jungen Menschen eine eigene Stimme zu geben und ihnen die Möglichkeit zu eröffnen, ihre Sichtweisen selbstbewusst in die Öffentlichkeit zu tragen. Besonders beeindruckt zeigte er sich davon, dass die Kinder und Jugendlichen nicht Gegenstand eines Films sind, sondern selbst zu Autorinnen und Autoren ihrer Geschichte werden.

Nathanael Liminski, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei:
„Ein Filmprojekt wie dieses zeigt, welche Kraft Medien entfalten können, wenn junge Menschen ihre Perspektive selbst einbringen. Die Jugendlichen erzählen nicht über Jugendhilfe, sondern aus der Jugendhilfe heraus. Das ist authentisch, mutig und wichtig – gerade dann, wenn es darum geht, Vorurteile abzubauen und differenzierte Einblicke zu ermöglichen.“

Unterstützt wird die Jugendredaktion bei der Umsetzung des Films von der Journalistin und Filmemacherin Anke Bruns, die ihre fachliche Erfahrung und ihr Know-how in das Projekt einbringt. Die Begegnung mit ihr entstand beim Erziehungshilfetag im September 2025, bei dem zwei Mitglieder der Jugendredaktion erstmals mit ihr ins Gespräch kamen. Bruns erklärte sich bereit, das Vorhaben filmisch und journalistisch zu begleiten.

Dieter Liminski, Vorstand der Heinz-Dörks-Stiftung:
„Als wir von diesem Filmprojekt erfahren haben, war für uns schnell klar, dass wir diese Initiative unterstützen möchten. Die Kinder und Jugendlichen entwickeln hier ein eigenes mediales Projekt mit einer klaren Botschaft. Sie wollen zeigen, wer sie sind, was sie bewegt und welche Bilder über Jugendhilfe aus ihrer Sicht korrigiert werden müssen. Genau solche Projekte verdienen Unterstützung.“

Im Anschluss an die Spendenübergabe führten die Kinder und Jugendlichen der Jugendredaktion ein Interview mit Minister Nathanael Liminski. Dabei stellte er sich ihren Fragen und nahm sich Zeit für den Austausch. Zum Abschluss betonte er, dass er dem fertigen Film mit großem Interesse entgegensehe.

Die Jugendredaktion der Ev. Jugendhilfe Godesheim wurde vor rund eineinhalb Jahren von zwei Jugendlichen gemeinsam mit einer Mitarbeitenden gegründet. Heute besteht sie aus sieben Kindern und Jugendlichen im Alter von 7 bis 21 Jahren. Die Redaktion veröffentlicht die „To-Go-Zeitung“, die auf dem Campus der Ev. Jugendhilfe Godesheim an der Venner Straße verteilt wird und im Jugend-Café ausliegt. Aktuell arbeitet die Jugendredaktion bereits an der siebten Ausgabe.

In der Jugendredaktion schreiben und berichten die Kinder und Jugendlichen ausschließlich über Themen, die sie selbst bewegen – in ihrer Sprache und aus ihrer Perspektive. Vor etwa einem Jahr entstand die Idee, zusätzlich zur Zeitung einen Film über Jugendhilfe zu produzieren: nicht aus Sicht von Erwachsenen oder Institutionen, sondern aus Sicht der jungen Menschen selbst.