Drei Positionen – drei junge Künstler*innen zeigen ihre Werke bei einer Vernissage der Ev. Jugendhilfe & stadtgrenzenlos
Am 6. März 2026 fand auf dem Campus eine Vernissage für drei junge Künstler*innen statt, die von der Ev. Jugendhilfe oder stadtgrenzenlos betreut werden Herr Peter Thomas, der Kunstpädagoge von stadtgrenzenlos, plante bereits Ende 2025, die Arbeiten dreier künstlerisch bzw. malerisch begabter junger Menschen über eine Bilder-Ausstellung in der Venner Straße vorzustellen.
Die drei Künstler*innen zeichnen sich durch unterschiedliche Vorgehensweise und Lieblings-Techniken bei ihren Bildern aus, deshalb beschloss Herr Peter Thomas unter dem Titel „drei Positionen“ zur Vernissage am 6. März einzuladen.
Es erschienen zahlreiche Besucher*innen: Eltern, Familien sowie Freunde der Künstler*innen, Betreuer*innen, Mitbewohner*innen, Kollegen*innen sowie die Geschäftsführung der Ev. Jugendhilfe und der stadtgrenzenlos, Stefanie Lenger. Sogar einige der Bewohner*innen und Mitarbeitende aus dem Seniorenzentrum Heinrich Kolfhaus kamen zur Vernissage.
Herr Peter Thomas und die Kunsttherapeutin Frau Eva Teck stellten die drei Künstler*innen und deren Schaffen anhand ein paar Beispielbildern in der Eröffnungsrede vor:
So malt D. (16 Jahre), der in der PEB-Partnerschaft für Erziehung und Bildung zur Schule geht, meist in der Schule oder im Schulatelier. Er interessiert sich sehr für Landschaftsbilder und arbeitet vor allem gerne mit Pastellkreide, nutzt aber auch Acryl und Aquarellfarben. Dabei gestaltet er gerne die fließenden Übergänge in harmonisch aufeinander abgestimmten Kontrasten. Er arbeitet jede Woche im Schulatelier und zeigt, dass Kunst schön ist, aber auch viel Arbeit bedeutet. Er hatte schon in der „Eiszeit Bonn-Heiderhof“ ausgestellt.
J. (16 Jahre) lebt in einer Wohngruppe und malt schon immer. Sie zeichnet am liebsten mit Bleistiften. Dabei ist ihr die klare Form sowie das Hell-Dunkel in den Schwarz-Weiß-Techniken wichtig. Sie malt aber auch mit Kohle, Feder und Pastellfarben. Sie arbeitet sehr genau und intensiv. Es entstehen intensiv durchgearbeitete Werke, dabei liegen die künstlerischen Feinheiten bei ihr im Detail. Seit zwei Jahren arbeitet sie u.a. auch im Kunstatelier von Herrn Peter Thomas. Sie nahm bereits an zwei Ausstellungen teil („Brillenmacher Godesberg“, „Eiszeit Bonn-Heiderhof“) und gewann einen Kalendermalwettbewerb im Jahr 2025.
L. (20 Jahre) wohnte bis Ende 2025 in einer Wohngruppe der Ev. Jugendhilfe Godesheim. Sie malt seit der Kindergartenzeit. Für sie war das Malen auch ein Umgang mit schlechten Erlebnissen. Sie habe sich die Welt bunter gemalt, als sie für sie war, erzählt sie. Sie hat schon immer gezeichnet und gemalt, immer wenn es ging, jedes freie Zeitfenster. Für sie war und ist „Zeichnen“ und „Malen“ immer gleichgestellt, es ist für sie dasselbe. Sie hat mit Anime angefangen, mag aber alle Techniken. Sie möchte auch alles ausprobieren, nur so könne sie über sich hinauswachsen, ansonsten komme sie nicht weiter. Sie möchte noch ihren eigenen Stil finden, aber sie liebt das Farbenfrohe. Sie hat bereits in der „Eiszeit Bonn-Heiderhof“ ausgestellt.
Nach der Eröffnung begaben sich die Besucher*innen in die Ausstellungsräume, um die Kunstwerke der drei jungen Menschen zu bewundern. Dabei wurden viele Fragen an die jungen Künstler*innen gestellt, die ihre Bilder und das Entstehen derselben dazu erklärten.
Es wurden auch Bilder erworben und wechselten den/die Besitzer*innen, auch wenn es dem/der ein oder anderen Künstler*in schwerfiel, sich von den Bildern zu trennen. Die Vernissage war noch 18:00 geöffnet, da weitere interessierte Besucher*innen eintrafen.
Wir sahen drei junge strahlende Gesichter. Zu Recht, es sind alles wunderschöne Bilder.
Die Ausstellung läuft voraussichtlich noch bis Mitte Mai. Private Führungen sind jeweils Mittwoch von 14:00-15:00 Uhr (außer in den Osterferien) möglich. Wer Interesse hat, kann sich unter pthomas@sgl-ggmbh.de anmelden.
Gehen Sie durch die Ausstellung, und schauen Sie sich gerne die Bilder an. Es lohnt sich!

